Die Unterscheidung der Geister des Ignatius von Loyola

Die Klugheit hat zwei Augen: eines, das voraussieht, was man zu tun hat; das andere, das nachher besieht, was man getan hat.

Ignatius von Loyola (1491 – 1556), spanischer Offizier, später Einsiedler, Gründer der Gesellschaft Jesu

Manches im Leben ist denkbar einfach. Der Schatten einiger Bäume, ein Tisch eine Bank um sich setzen zu können genügen, sich für einen Moment aus dem Alltagsgeschehen rauszunehmen und sich etwas Zeit zu gönnen.

Ignatius formulierte nach einschneidenden spirituellen Erfahrungen die “Geistlichen Übungen” in denen während den sogenannten Exerzitien über einen bestimmten Zeitraum das eigene Glaubensleben reflektiert wird. In diesem Prozess wird die Unterscheidung der Geister geschult. Dabei entwickelt sich ein natürliches Empfinden über die förderlichen und hinderlichen Kräfte im eigenen Leben.

Übung:

Nimm am Tisch Platz, kehre deine Aufmerksamkeit nach Innen. Mach einige tiefe Atemzüge und verbinde dich innerlich mit etwas, das dich zuversichtlich stimmt.

Vielleicht hast du ein Blatt Papier oder gar dein Tagebuch dabei. Schreib auf, was die positiv (oder negativ) stimmt. Spüre nach, wie du dich fühlst, wenn du dir vorstellts das sich das Positive (oder negative) vermehrt.

Nimm dir vor, das, was dich dem Positiven zuwendet gut zu gewichten. Bitte darum.


Dies ist eine der Stationen im Garten der Stille, innerhalb des Pfarrhausgartens St. Sebastian in Wettingen.